Donnerstag, 10. März 2016

Lebt wohl, und Khop Khun Kaah

Es heisst Abschied nehmen, von den Elefanten, den Mitarbeitern des Camps und den Mahuts.
Unsere 5 Tage waren erfüllt, mit Action, vielen Informationen über die Tiere, Land und Leute und deren Kultur, und vielen herzlichen Begegnungen, auch mit den anderen Gästen des Camps.

Besonders hat mich der liebevolle Umgang mit den sanften Riesen und das Eingehen auf ihre verschiedenen Charaktere und ihre Befindlichkeiten beeindruckt. Ein Aufenthalt, den ich jedem aufs wärmste empfehlen kann.

Bitte informiert Euch unter Elefant Special Tours - www.elephant-tours.de

Diese Leute leisten hervorragende Arbeit die Tieren, Menschen und ihrer gemeinsamen Umwelt zugute kommt.

Khop Khun Kaaah!




Tag 5 im Elefantencamp - Reiten, Baden und der Abschied

Unsere Zeit im Camp neigt sich dem Ende. Wir durften nochmals ausreiten - ich enschied mich jedoch dafür, den Elefantentreck gemeinsam mit unserer Bodentruppe, bestehend aus den deutschsprachigen Guides und den Mahuts zu begleiten. Auch sehr schön, und wirklich zu empfehlen. Eigentlich kann man die Elefanten so fast noch besser bei ihrem Tun beobachten.


Regelmässiges Abkühlen ist bei diese Hitze für die Dickhäuter ein absolutes Muss. Entweder  im Schlammbad.....


... oder Duschen mit menschlicher Hilfe.


Und auch wir freuen uns über einen unverhofften, kühlenden Schauer.


Manchmal benötigt man auch einen Badeschwamm (für die Menschen, nicht für die Elefanten).
Nicht immer besteht die Gratisdusche aus reinem Wasser, oftmals handelt es sich auch um Magensaft oder Schlamm, der mit vielen kleinen Steinchen durchsetzt sein kann.

Zum Glück wachsen hier die Schwämme an den Bäumen: der Schwammkürbis (Luffa aegyptiaca), eine rankende Kürbisart, gedeiht hier in seiner Wildform. Die jungen Exemplare werden von den einheimischen als Vitamin C- reiches Gemüse genutzt. Im ausgereiften Zustand kann die faserige, innere Struktur als Badeschwamm, Dämmmaterial und für viele andere Anwendungen genutzt werden.



(Links: ausgereifte Luffa - Kurbisse mit ihrer trockenen, pergamentartigen Schale)

(Rechts: quer aufgeschnittener Faseranteil (Endokarp). Die Samen befinden sich in den grossen Kammern. Quelle: Internet)

Natürlich habe ich neben 2 Schwämmen auch ganz viele Samen mitgenommen!













Mittwoch, 9. März 2016

Tag 4 im Elefantencamp- Elefanten machen Arbeit

So ein Dickhäuter (die grossen wiegen ca. 3,5 t) frisst am Tag 200 kg Grünzeug. Also woher nehmen? Deswegen werden einige Flächen im Bereich des Camps mit Elefantengras  (Miscanthus giganteus, Chinaschilf) bebaut. Miscanthus gehört zu den Süssgräsern und liefert einen sehr hohen Ertrag an Biomasse.

Wir durften auch ein mal die Machete schwingen, nur um mal ein Gefühl für den Aufwand zu bekommen.


Das Ganze darf man sich natürlich bei Temperaturen gegen 40 Grad Celsius vorstellen! Seit November hat es nicht mehr geregnet, die Waldbrandgefahr ist sehr hoch und der Wasserstand der Flüsse entsprechend niedrig. Die Elefanten werden zur Abkühlung mehrmals am Tag gebadet oder Abgebraust und müssen müssen ganz viel trinken...



Ursprünglich sind die Elefanten für Arbeiten im Holz trainiert worden. Um dies zu demonstrieren haben Roger und Thomas mit ihre Tieren zwei Holzstämme über den Hof gerollt und auch wieder zurückgestapelt.


Auch mit Elefantenkraft ein anstrengender Job.






Dienstag, 8. März 2016

Tag 3 im Elefantencamp - Entspannung beim Waldtempel

Heute hatten wir Elefantenfrei und sind zu einen Ausflug aufgebrochen. Ein Bergtempel mitten im Wald, an einem ganz besonderen Ort. Das Urvolk der Loa beobachtete die Zugrouten der Vögel genaustens und bezeichnete diesen Platzt als einen Knotenpunkt der Welt.
Viel Später wurde dort ein Tempelbezirk erbaut, in aller Abgeschiedenheit und nur über eine steile Holperstrasse zu erreichen.


Unser Guide Roger hat sich bereits gestern bei den Elefanten als wandelndes Buch geoutet und es ist toll, so viele detaillierte Hintergrunginformationen zu bekommen.


An diesem friedlichen Ort gibt es lachende englisch sprechende Mönche; eine Bibliothek mit Comics, in der ein Bienenschwarm haust; einen Buddha der aus einem einzigen Teakholz- Stamm geschnitzt wurde; und Mülleimer aus alten Autoreifen, die aussehen wie eiserne Kessel.

Wirklich ein ganz spezieller Platz, der Ausflug hat sich in jedem Fall gelohnt.





Tag 2 im Elefantencamp - ein Elefanten- Bad, ein blaues Auge und viele, viele Ameisen

Jaa, unsere Reittiere, sie machen was sie wollen. Erst einmal, natürlich, alles am Wegesrand fressen was sie können. Kleine Unfälle muss man dabei in Kauf nehmen: meine Kuh, Mae Geo, richtete sich auf um so heftig am Bambus zu reissen, das mich der zurückschnalzende Stängel quer über dem Auge traf. Nein, das ist kein lila Lidschatten, den ich im Moment trage.


Thomas Bulle Punscha Po machte ähnliches mit Lianen - und schüttelte ein Nest voller roter Ameisen über Thomas Kopf aus.

(Die Ameisen richten ihre Nester in von ihnen zusammengeklebten Blättern ein. Diese Klumpen hängen dann einfach im Geäst - und die Ameisen können ganz schön beissen!)

Aber beim Baden, da waren die Elefanten total süss und wild- verspielt.




Montag, 7. März 2016

Tag 1 im Elefantencamp - By The Way: Tamarinde

Unser erster Tag im Elefantencamp war schön und anstrengend:
Die grauen Riesen haben ganz unterschiedliche Charaktere - sanft, zappelig, verspielt... Zunächst durften wir uns mit unserem persönlichen Elefanten vertraut machen. Dann ging's zum Fluss, sie zur Abkühlung mit vielen Eimern Wasser überschütten. Das Aufsitzen: im Bocksprung auf den gesenkten Kopf, langsam umdrehen und die angezogenen Knie hinter die Ohren klemmen. Der Teil war einfach, nach einer halben Stunde jedoch bereitet die ungewohnte Sitzhaltung jedoch einige Schmerzen. Und es wackelt ganz schön! Vor allen Dingen, wenn die Reittiere den Kopf zur Seite schwenken, um am Wegesrand kleine Bäume auszureissen und - lecker! - zu fressen.

(mit Mae Geo und Söhnchen Jack)

Bei einer anschliessenden Dorfbesichtigung durften wir noch einigen Frauen beim Auslösen von Tamarindenschoten über die Schulter blicken.



Tamarinde hat nämlich nichts mit "Rinde" zu tun. Vielmehr handelt es sich um Schoten vom ursprünglich aus Afrika stammenden Tamarindenbaum (Tamarindus indica). Das Fruchtfleisch der Schoten kann bräunlich sein, dann ist es eher süsslich, oder dunkel, dann noch viel säuerlicher. Tamarindenfruchtmark ist antibakteriell, leicht abführend und enthält einen hohen Prozentsatz an Weinsäure. Eine fantastische Zutat für die asiatische Küche. 


Auf dem Bild sieht man links oben (in der Schüssel) das ausgelöste Fruchtmark, noch mit Kernen drinnen. Unten die zerbröselten Schalen der Hülsen, die gerne auch als Bestandteil in traditionellen Zigaretten verwendet werden (sie brennen dann besser). Noch zwei Bilder vom Baum:

(Tamarindenbaum mit Schoten)

(Gefiederte Blätter, in Nahaufname)









Samstag, 5. März 2016

Wieder in Chiang Mai

Nach der anstrengenden Kajak- Tour heisst es jetzt erst einmal einen Tag ausspannen, das schöne Hotel in Chiang Mai geniessen, Cocktails am Pool trinken und durch die Strassen der Stadt streifen.

(Opfergaben vor einem der vielen Tempel)
Wie überall in Thailand werden auch hier, neben den allgegenwärtigen Räucherstäbchen, Tagetesblüten als Opfergaben dargebracht.
Unten Gewürze auf dem Markt:


(Fake - Safran)

"Safran" wird hier am Strassenrand in grossen Tüten feilgeboten - beim genauen hinsehen entpuppt er sich, wie bereits vermutet, als die getrockneten Blüten der Färberdistel (Carthamus tinctorius).